LEXIKON

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Inhaltsverzeichnis:

  • Adlerschießen/Adlerkönig
  • Fahnen/Standarten
  • Haltestellen Busfahrt
  • Patrone .22 lfB
  • Spielmannszug
  • Schützenfest
  • Scherpe
  • Teilerwertung

Adlerschießen/Adlerkönig

Das Adlerschießen ist ein alter Brauch aus dem Schützenwesen.

Es handelt sich dabei um einen Wettbewerb, bei dem es gilt, mit einer Schusswaffe einen hölzernen Vogel abzuschießen. Der teilweise aus kunstvoll gedrechselten oder ausgesägten und bemalten Holzteilen bestehende Vogel wird oft auch als Papagoy bezeichnet.

Entstanden ist der Brauch im Mittelalter als größere Teile der männlichen Stadtbevölkerung noch zur Verteidigung der Stadt herangezogen wurden und das Schießen üben mussten.

Schützenvereine veranstalten das Adlerschießen auch, um damit einen Schützenkönig zu ermitteln. Dabei wird der Vogel am Ende einer langen Stange montiert und die Einzelteile werden mit einem Kleinkalibergewehr oder auch Schrotgewehr abgeschossen. Das Gewehr wird dabei auf einem Standfuß (Lafette) angebracht, der nur das Zielen auf den Vogel erlaubt. (Sicherheitsbestimmungen).

Je nach Region und Brauch wird Schützenkönig, wer entweder den Rumpf des Vogels teilt oder den letzten Teil des Vogels herunterschießt. Im Verlauf bis dahin abgeschossene Bruchstücke werden demjenigen der diese abgeschossen hat als Erinnerungsstücke übergeben.

In unserem Verein dient das Adlerschießen nicht dem Finden eines Schützenkönigs, sondern speziell des Adlerkönigs.Dieser wird jedes Jahr im Oktober ausgeschossen und trägt diese Würde dann ein Jahr lang.

Adlerkönig wird derjeniger welcher den Rumpf des Adlers abschießt.

Zuerst wird jedoch jeweils auf die linke und rechte Kralle und die rechte und linke Schwinge geschossen.Als Erinnerung gibt es dann das "abgeschossene" Stück, sowie eine Anstecknadel für die Uniform, mit dem entsprechenen Symbol.


Fahnen/Standarten

Die Schilde (Siehe Lexiko > Wappen) waren für weite Strecken viel zu klein, um diese aus weiter Ferne zu erkennen.
Es entstand die Fahne : das Ritter-, Stadt- oder auch Zunftwappen auf einem großen Stoff und ein neuer "Berufszweig", der "Fähnrich". Er hatte die Aufgabe die Fahne an einer langen Lanze befestigt vor der Streitmacht her zu tragen.
Es gibt Fahnen in verschiedenen Arten, als Banner oder als Standarte. Im Gegensatz zur Flagge wird die Fahne in einem einzigen Exemplar und häufig aus kostbarem Material hergestellt. Deshalb besteht auch der Brauch, sie zu weihen. Die Fahne oder Standarte wird bei Schützenfest oder sonstigen Veranstaltungen vom Fahnenträger einer Gesellschaft getragen.

Unsere Fahne wurde im Jahr 2009 restauriert, da diese seit ihrer Neuanschaffung im Jahre 1842 doch schon etwas "gelitten" hatte.


Haltestellen Busfahrt

Wenn eine Busfahrt von unserem Schützenverein eingesetzt wird hällt er an folgenden Stellen:

  • Gasthaus Pelz
  • Mutterhaus
  • Jägerhof
  • Ev. Kirche
  • Schürmann
  • Nike

Patrone .22 lfB

Bei der Patrone .22 lfB (lang für Büchsen), auch .22 lr (long rifle) genannt, handelt es sich um Munition für Kleinkaliber-Handfeuerwaffen.

Es handelt sich um Munition mit Randfeuerzündung. Dabei trifft der Schlagbolzen der Schusswaffe auf den vorstehenden Rand am Boden der Patrone, welche die Initialladung enthält, die das restliche Treibladungspulver entzündet.

Als Projektile werden meist Bleigeschosse zwischen 1,8 g und 2,6 g Gewicht verwendet. Auch Schrotlaborierungen mit zugefalztem Hülsenmund werden angeboten. Es gibt folgende Bezeichnungen, die sich jeweils in Geschwindigkeit und Geschossgewicht unterscheiden, jedoch alle aus einer Waffe im Kaliber .22 lfb verschießbar sind (nach Geschwindigkeit aufsteigend geordnet):

  • .22 lfb Z (Z = Zimmer, extra schwache Ladung, Ursprünglich gedacht für Ungezieferbekämpfung)
  • .22 lfB Sub Sonic (Unterschallmunition)
  • .22 lfb SV (Standard Velocity/Normale Geschwindigkeit)
  • .22 lfB HV (High Velocity/Hohe Geschwindigkeit)
  • .22 lfB Hyper Velocity (Sehr hohe Geschwindigkeit z. B. CCI Stinger oder Remington Yellow Jacket)

Diverse Patronen im Kaliber .22: .22 kurz, .22 lfB mit Schrotladung, .22 lfB (Standardpatrone) und .22 lfB Hyper Velocity (Remington Yellow Jacket)

Die Z .22 lfb zeichnet sich durch eine besonders niedrige Geschwindigkeit (ca. 210 m/s) und geringe Geräuschentwicklung aus. Dadurch ist das Trainieren mit dieser Patrone in geschlossenen Räumen auch ohne Gehörschutz möglich, woraus sich die Bezeichnung „Zimmerpatrone“ ableitet. Eine Besonderheit dieser Laborierung ist, dass sie komplett ohne Pulverladung auskommt. Der zum Vortrieb des Geschosses benötigte Gasdruck wird allein durch die Zündmasse im Hülsenboden erzeugt.

Die Patrone .22 lfb Sub Sonic bietet nahezu die Leistung der Standardpatrone, bei jedoch wesentlich geringerer Lautstärke, da kein Überschallknall entsteht. Ihre Geschwindigkeit liegt bei etwa 320 m/s.

Die Standardpatrone (.22 lfb SV) ist die günstigste und in Sportwettkämpfen meist verwendete Patrone im Kaliber .22 lfb (ca. 340 m/s).

Die .22 lfb HV findet vor allem Verwendung in der Jagdausübung. Durch die höhere Geschwindigkeit (ca. 400 m/s) lässt sich eine relativ starke Wirkung erzielen. Dafür ist diese Patrone auch schon recht laut und sollte keinesfalls ohne Gehörschutz abgefeuert werden.

Verschiedene Hersteller bieten besonders schnelle Patronen in .22 lfb an. Ihre Anfangsgeschwindigkeiten liegen um 510 m/s. Um eine derartige Leistung zu erzielen, wird meist die Hülse verlängert, um das zusätzlich benötigte Pulver unterbringen zu können. Die meisten Waffen streuen jedoch mit dieser Munition sehr stark, da das Geschossgewicht nicht mit der Dralllänge zusammenpasst. Das Geschoss ist verkupfert und entspricht dem des Kalibers 22 kurz. So wird die größere Hülsenlänge kompensiert.


Spielmannszug

Wochen und Monate waren die Landsknechte im Mittelalter unterwegs. Feldzüge wurden zu Fuß bewältigt. Trommeln, Pfeiffen und Posaunen waren im Tross vorhanden und als Marscherleichterung gedacht.

Je reicher eien Streitmacht ausgerüstet war, je mehr Trommler und Bläser hatte dieses Heer. Ging es auch darum dem Gegner schon durch die Lautstärke die Angriffskraft zu signalisieren und ihm Angst und Schrecken ein zu jagen.

Darüber hinaus hatten bestimmte Instrumente militärische Signalwirkung.

Die Fanfare die das Angriffs-Signal gab oder zum Rückzug blies bis hin zum Zapfenstreich.

Spielmannszüge können allein oder zusammen mit anderen Musikgruppen, wie Blasorchestern eingesetzt werden.

Umgangssprachlich wird der Begriff Spielmannszug auch für solche Kombinationen verwendet., dann ergeben sich Abgrenzungsschwierigkeiten zu Blasorchestern, Fanfarenzügen und Trommlercorps.

Das Bild heutiger Spielmannszüge ist jedoch stark erweitert worden: Heute werden vielfach Konzertflöten eingesetzt, viele unterschiedliche Persuccion-Instrumente haben ihren Weg in einen modernen Spielmannszug gefunden, sowie weitere Stanspiele (Marimba, Glockenspiel). Auch das Repertoire der meisten Spielmannszüge besteht heute vielfach aus moderner Marschmusik, sowie Schlagern, Evergreens, modernen Songs und Lateinamerikanischen Rhythmen.

Die typische Musik der Spielmannszüge/Spielleutegruppen/Spielleuteorchester ist die Musik in der Bewegung und somit zwangsläufig die Marschmusik. Mit dem klassischen Instrumentarium lässt sich diese Musik besonders gut spielen.


Schützenfest

Auch das Schützenfest hat einen historischen Ursprung. Befreundete Städte, Fürsten-, und Herzogtümer luden ihre Bürgerwehren untereinander zum Wettstreit ein. Das war dann Kräftemessen und Volksfest zugleich.
Meist dauerten diese Feste eine Woche lang, teilweise auch länger. Die eingeladenen Städte statteten ihre Kämpfer mit viel Geld und den besten Waffen aus. Es war eine große Ehre hier teilnehmen zu dürfen und nur die tüchtigsten Schützen wurden ausgewählt. Bürger und Edelleute kämpften stets gleichberechtigt nebeneinander in verschiedenen Disziplinen wie Armbrust,- Vogel-, oder Scheiben- schießen.
Diese Feste wurden von den jeweiligen Magistraten und Herrschern unterstützt. Meist nahm der ganze Hofstaat mit seinen prächtigen Gewändern und Karrossen am Geschehen teil. Gleichzeitig wurden Gaukler, Musiker und Schausteller eingeladen, so das in der ganzen Stadt ein buntes Treiben herrschte. Den Siegern dieser Turniere galt Ruhm und Ehre, sie wurden reich beschenkt.

Das Lemförder Schützenfest findet in der Regel im letzten Juni-Wochenende jedes Jahr statt. Die Vorbereitungen dazu laufen das ganze Jahr über (Festablauf,Marschweg,etc.) und gehen ca. 1 Wochen vorher in die "heiße Endphase".



Scherpe

die; französ. écharpe: Armbinde; Schulterband, Wehrgehänge]

Im 14. und 15. Jahrhundert trug man die Schärpe meist quer um den Leib oder über die rechte Schulter zur linken Hüfte. Sie entwickelte sich später zum Abzeichen von Krieg führenden Parteien. Mit der Entwicklung der Uniformierung zeichneten sie nur noch Offiziere aus.

Bei uns trägt die Fahnenbegeleitung zu den Ausmärschen eine Scherpe.

Auch die Ehrendamen der amtierenden Majestät tragen Scherpen.


Teilerwertung

Auszug aus Wikipedia: Der Begriff Teilerwertung stammt aus dem Schießsport und stellt eine spezielle Wertungsart der Schießscheibe dar. Dabei wird der Teiler des besten Schusses gewertet. Der Teiler gibt den Abstand des Schusses in hundertstel Millimetern von der Mitte der beschossenen Scheibe an. Dieser Wert wird in der Regel maschinell mit einer sogenannten Auswertemaschine (ein Scanner mit einer speziellen Software) oder mittels einer elektronischen Scheibenanlage ermittelt. Der ideale Schuss wird dabei als Nullteiler bezeichnet.

Wird kein Nullteiler sondern ein anderer Wert als zu erreichender Wert angegeben, haben bei dieser Variante auch schlechtere Schützen gute Chancen haben, sich durch einen Glückstreffer gegenüber besseren Schützen zu behaupten. Daher wird die Teilerwertung weniger für sportliche Wettkämpfe als für Glücksschießen oder Preisschießen verwendet.